Die Qual der Wahl
So, ohne lange zu zögern habe ich jetzt kurzerhand mal zwei verschiedene Modelle für Sebastian bestellt. Ich konnte mich nämlich nicht so richtig für ein Design entscheiden und dann dachte ich mir, ich gucke einfach erst einmal, wie die beiden so in Natura aussehen und das Modell, welches mir dann besser gefällt, schenke ich ihm und das andere kann ich nämlich einfach wieder umtauschen. Und mein Freund hat gesagt, er beteiligt sich an dem Geschenk, denn dann muss er sich nicht noch irgendwas für Sebastian einfallen lassen und damit ist ja glücklicherweise auch die Kostenfrage gar kein großes Thema mehr.
Geschenkesuche
Nach meiner Blitzidee habe ich direkt mal angefangen, im Internet zu stöbern. Bin auch relativ schnell auf eine coole Seite gestoßen, wo man tatsächlich handgemachte Hängematten kaufen kann. Mir wäre ja schon auch wichtig, wenn sich das mit dem Preis einigermaßen vereinbaren lässt, dass ich weder so billige Industrieware kaufe, noch irgendein Produkt, für das etwa unter Umständen Kinderarbeit herangezogen wird. Aber jetzt bin ich wirklich auf eine tolle, sogar zertifizierte Quelle gestoßen und werde da was Schönes aussuchen. Aber ich habe mir überlegt, dass ich vielleicht eher so einen Hängesessel für Sebastian kaufe, die gibt es da nämlich auch. Irgendwie sieht der ein bisschen cooler aus, so ein Hängesessel, und ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass Sebastian einen Hängesessel cool fände, weil unser Freund Dennis auch mal so einen Hängesessel im Zimmer hatte, den Sebastian immer in Beschlag genommen hat. Könnte mir auch vorstellen, dass so ein Hängesessel in der Zimmerecke ein bisschen schöner aussieht, als so eine riesige Hängematte. Und wenn ihm dann so eine statt eines Hängesessels besser gefallen sollte, könnte er den Hängesessel ja notfalls auch umtauschen. Oder ich nehme ihn einfach. Wenn ich mir die so angucke, hätte ich nämlich auch Lust auf einen Hängesessel.
Eine Eingebung
Als ich gestern Abend im Bett lag, kam mir doch eine coole Idee, was ein Geschenk für meinen Mitbewohner angeht. Überhaupt habe ich mit den Jahren den Eindruck gewonnen, dass mir die besten Ideen entweder kurz vorm Einschlafen oder direkt beim Aufwachen kommen. Aber Hautpsache sie kommen! Auf den Fotos, die mir Sebastian, also mein Mitbewohner, gezeigt hat, hängt er meistens in irgendwelchen Hängematten ab, die von den malayischen Einwohnern offenbar handgeknüpft und dann für kleines Geld an die Touristen verkauft werden. Auf den Fotos sieht man Sebastian immer in einer Hängematte und vor ihm ragt in aller Weite das Meer auf. Und vielleicht könnte ich ihm so etwas besorgen, das wäre doch ganz cool. Den Platz in unserer Wohnung haben wir und mit den hohen Decken in unserem Altbau wäre auch ausreichend Spielraum, um etwas daran zu hängen. Zumal Sebastian ja auch das größte Zimmer von uns beiden hat.
Zurück aus Malaysia
Gestern ist mein Mitbewohner als Malaysia zurück gekommen. Er hat dort an irgendeinem spirituellen Seminar teilgenommen, was ihn befähigen soll, sein mentales Potential gewinnbringend zu verkörpern und ihm damit innerhalb kurzer Zeit zu entsprechendem Reichtum verhelfen soll. Sowohl auf mentaler als auch materieller Ebene. Davon kann man natürlich halten, was man möchte, aber die Bilder, die er mir gezeigt hat, sind wirklich wunderschön und wahnsinnig beeindruckend. Gemeinsam mit einem Freund, der kürzlich seine Stelle in China aufgegeben hat, um in Kürze nach Deutschland zurückzukehren, hat er sich getroffen und eine dreiwöchige Reise unternommen, von einer traumhaften Insel zur nächsten. Da bin sogar ich sehr ins Schwärmen geraten, obwohl ich mit dem deutschen Herbst sehr zufrieden bin, zur Befremdung aller. Nun steht auch in Kürze sein Geburtstag an, also der meines Mitbewohners, und ich überlege, ob ich ihm irgendwas in Verbindung zu seiner Reise schenken könnte. Noch habe ich keine Idee.